Allgemeine Informationen

Die wichtigsten Infos im Überblick

Das Aufnahmeverfahren der Universitäten Wien, Innsbruck, Salzburg und Graz gliedert ist jedes Jahr in drei Teile gegliedert:

  1. Lehrbuch/Skript: Das Aneignen fachbezogener Literatur
  2. Methodenteil: Die Fähigkeit zum formal-analytischen Denken
  3. Englisches Textverständnis: Das Verstehen eines fachbezogenen Textes in englischer Sprache

Die unterschiedlichen Teile werden in einem Verhältnis von 2:1:1 gewichtet. Das heißt Teil A wird so stark gewichtet wie Teil B und C zusammen.

Dieser Teil beinhaltet zwei getrennte Lernunterlagen, welche für den Test gelernt werden müssen. Diese sind kostenlos zum Download verfügbar und müssen daher nicht gekauft werden! Die Download-Links zu den Lernunterlagen findest Du hier:

Seit dem Aufnahmetest 2019 bildet das Lehrbuch „Psychologie“ (2. Auflage, 2017) von Rainer Maderthaner die Grundlage für diesen Teil des Aufnahmetests. Jedoch muss nicht das gesamte Buch, sondern nur Auszüge gelernt werden! Im Jahr 2019 und 2020 mussten für die Prüfungen insgesamt 246 Seiten des Buches gelernt werden. Für das Jahr 2021 wurden nur noch 184 Seiten des Buches als Prüfungsrelevant deklariert, jedoch wurde ein zusätzliches Skript von insgesamt 77 Seiten, von der Universität Salzburg herausgegeben, welches ab sofort ebenfalls für die Aufnahmeprüfung gelernt werden müssen. Die prüfungsrelevanten Kapitel des Buches „Psychologie“ von Rainer Maderthaner, sind die folgenden:

  • aus Kapitel 01 Einleitungskapitel:
    • 11 bis 14 – Abschnitt 1.1
    • 18 bis 23 – Abschnitte 1.3 bis 1.4
  • aus Kapitel 02 Definition, Ziele und Positionen der Psychologie:
    • 27 bis 37 – Abschnitte 2.1 bis 2.2
  • aus Kapitel 03 Forschungsmethodik der Psychologie:
    • 54 bis 66 – Abschnitte 3.1 bis 3.4
    • 68 bis 88 – Abschnitte 3.6 bis 3.7.4
  • aus Kapitel 06 Lernen und Anpassung:
    • 165 bis 192- Abschnitte 6, 6.1 bis 6.8
  • aus Kapitel 07 Gedächtnis:
    • 205 bis 238 – Abschnitte 7, 7.1 bis 7.5
  • aus Kapitel 08 Problemlösen – Denken – Intelligenz:
    • 245 bis 252 – Abschnitte 8.1 bis 8.2
    • 261 bis 289- Abschnitte 8.4 bis 8.6
  • aus Kapitel 10 Soziale Prozesse:
    • 329 bis 357 – Abschnitte 10, 10.1 bis 10.5

Das Skript der Universität Salzburg, enthält zudem Inhalte zu den Themen:

  • Entwicklungspsychologie (S. 6 – 34)
    • Gegenstandsbereich der Entwicklungspsychologie
    • Biologische Entwicklung
    • Kognitive Entwicklung
    • Soziale Entwicklung
  • Differenzielle- und Persönlichkeitspsychologie (S. 35 – 69)
    • Einführung in die Differenzielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie
    • Persönlichkeitsmodelle: Trait-Theorien
    • Psychodynamische Theorie der Persönlichkeit
    • Humanistische Theorien der Persönlichkeit
    • Soziale Lerntheorie und kognitive Theorien
    • Persönlichkeitsdiagnostik

Die Fragen im Prüfungsteil A werden jedoch nicht getrennt nach Lernunterlage gestellt, sondern können auch Kapitel- und Unterlagenübergreifend gestellt sein. Es wird daher empfohlen, die Inhalte als ein ganzes zu betrachten und miteinander zu verknüpfen.

Dadurch, dass die Lernunterlagen doppelt so viel gewichtet werden, wie die beiden anderen Teile, und da man sich auf diesen Teil am besten vorbereiten kann, würde ich Dir absolut empfehlen den größten Teil Deiner Lernzeit in diese Inhalte zu investieren! In der Regel würde ich sagen, dass knapp 90 % Deiner Lernzeit für diesen Teil verwendet werden sollten.

 

Falls Du dich fragst, ob es wirklich notwendig ist, die gesamte Literatur zu lernen, oder ob es nicht reicht sich auf bestimmte Teile zu beschränken, würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen, wirklich die gesamte Literatur zu lernen. Generell kann man aber sagen, dass es wesentlich wichtiger ist Inhalte und Konzepte wirklich zu verstehen, als z.B. Jahreszahlen oder die Namen zu bestimmten Experimenten auswendig zu lernen. Im vergangenen Jahr wurde keine einzige Jahreszahl abgefragt und es gab auch keine Frage dazu, wer welches Experiment gemacht hat. Es gab jedoch viele Fragen, bei denen das erlernte Wissen angewandt werden musste, wo also in Alltagsbeispielen in bestimmtes Konzept aus einer Theorie wiedererkannt werden musste. Wichtig ist jedoch schon, dass wenn z.B. gefragt wird: „Von welchen Informationen hängt es nach der Attributionstheorie von Harold Kelley ab, wie ein wahrgenommenes Verhalten attribuiert wird?“, Du genau weißt, um welche Theorie es sich handelt. Bei Namen reicht es jedoch wohl generell aus, wenn du Dir die Nachnamen merkst. Natürlich kann ich Dir nicht garantieren, dass diese beschriebenen Tendenzen auch zukünftig wieder genauso sein werden, und es schadet sicher auch nicht Jahreszahlen zu lernen. Im Zweifel würde ich mit meiner kostbaren Zeit lieber die wichtigen Konzepte und Studienergebnisse auswendig lernen und die Grafiken verstehen als Namen oder Jahreszahlen auswendig zu lernen.

 

Außerdem kann ich Dir empfehlen mit dem Kapitel „Gedächtnis und Wissen“ aus dem Lehrbuch anzufangen. Denn in diesem Kapitel geht es nämlich darum, wie man sich optimal Inhalte einprägen, behalten und abrufen kann. Hier kannst Du also direkt etwas für deine Vorbereitung mitnehmen. Solange Du das Kapitel noch nicht gelesen hast, hier jedoch schonmal einige Tipps. Wenn Du Dir nur einige der folgenden Tipps wirklich zu Herzen nimmst, dann kannst Du das Lernen sehr effektiv gestalten:

 

  • Bevor Du ein Kapitel liest, frage Dich kurz: Was interessiert mich wirklich an diesem Thema? Schreibe Dir kurze „Interessensfragen“ auf. Dadurch kannst du Dein Interesse und Deine Aufmerksamkeit beim Lesen erhöhen und mehr von dem Lernprozess profitieren.
  • Versuche die Inhalte in Bezug zum Alltag und Deinem eigenen Leben zu setzen. Je enger Du die Inhalte in Bezug zu Dir selbst bringen kannst, umso interessanter wirst Du sie finden, und umso besser kannst Du sie Dir merken. Frage dich: Wo habe ich das schonmal beobachtet? Woran erinnert mich das? Kann ich dieses Wissen für mich persönlich irgendwie nutzen?
  • Bereite Dir die Inhalte „Merk-Würdig“ auf: Mach Dir Eselsbrücken, nutze Deine Vorstellung oder visualisiere die Inhalte und denke dir verrückte Beispiele aus.
  • Frage dich, inwieweit sich die Konzepte voneinander unterscheiden, sodass du ähnliche Theorien und Begriffe nicht miteinander verwechselst.
  • Nutze unterschiedliche „Kanäle“, um den Stoff zu lernen: Du solltest den Inhalt natürlich mindestens einmal im Original absolut sorgfältig lesen. Schau Dir aber z.B. auch meine Zusammenfassungsvideos an, höre Dir meine Audio-Dateien an oder benutze andere Erklärvideos auf YouTube zu den Konzepten, die Du noch nicht verstanden hast. So gelangst Du sicherlich zu einer Erklärung, die für Dich verständlich ist. Meine Zusammenfassungsvideos eignen sich Beispielsweise auch hervorragend um einen ersten Überblick über das Thema zu bekommen, damit man sich beim Lesen bereits auf bestimmte Aspekte, die man noch nicht verstanden hat, konzentrieren zu können.
  • Versuche Deine Lernunterlagen gut organisiert zu halten, und formuliere komplexe Inhalte in eigenen, einfachen Worten um. Je klarer wir etwas strukturieren und formulieren, umso strukturierter und verständlicher ist es auch in unserem Kopf.
  • Mach zwischendurch genügend Pausen und verteile das Lernen über ausreichend viele Tage hinweg. Denn Schlaf zwischen den Lerneinheiten trägt zur Festigung des Wissens bei.
  • Mach gebrauch von der sogenannten „Vergessenskurve“. Es wurde nachgewiesen, dass wir bestimmte Lernabstände nutzen können, um mit möglichst wenig Wiederholungen den erlernten Inhalt auswendig im Gedächtnis zu behalten. Es gibt digitale Karteikartenprogramme, die von diesen Erkenntnissen gebrauch machen. So zum Beispiel das kostenlose Programm „Anki“. Auf dierser Website kannst Du Dir übrigens digitale Karteikarten mit den wichtigsten Inhalten vom Lehrbuch und vom Skript erwerben, für genau dieses Programm erwerben. So sparst Du Dir das hohe Maß an Zeit, das es normalerweise braucht, um selbst solche Karten zu erstellen. Mithilfe dieser digitalen Karteikarten kannst du unter optimalen Bedingungen direkt mit dem auswendig lernen beginnen.
  • Wenn möglich, tausche Dich mit anderen Leuten über die Inhalte aus. Hierfür ist der Intensivkurs, den ich auf meiner Website anbiete Beispielsweise ein optimales Angebot. Infos hierzu findest Du ebenfalls auf dieser Website. 

Das logisch-analytische Denken, ist leider etwas, was sich nicht ganz so leicht und schnell erlernen lässt. Ich würde daher, wie bereits erwähnt, bei weitem nicht so viel Zeit in die Vorbereitung dieses Teils investieren, wie Du das beim Teil A machen solltest.

 

Generell können im Methodik-Teil beispielsweise folgende Aufgabenarten auf Dich warten:

  • Informationen aus Tabellen ablesen und interpretieren
  • Informationen aus Diagrammen ablesen und interpretieren
  • Einsetzen der richtigen Zahlen in Formeln
  • Ziehen von logischen Schlussfolgerungen aus gegebenen Informationen
  • Lösen statistischer Aufgabenstellungen
  • Lösen stochastischer Aufgabenstellungen

Eine gute Möglichkeit, um einen Eindruck zu bekommen und Dich ein wenig vorzubereiten, liefern die Simulationsaufgaben in diesem Übungsbuch. Gehe daher sicher, dass Du die Lösungen und den Lösungsweg zu den Methodikaufgaben in dieser Testsimulation, bis zum Tag der Prüfung, wirklich verstanden hast. Wenn Du Dich darüber auf diesen Teil vorbereiten möchtest, kann ich Dir zudem das Buch „Aufnahmetest Psychologie“ von Sina Haghiri empfehlen. In dem Buch liegt ein starker Fokus auf dem formal-analytischen Teil, aber auch auf dem englischen Teil, sodass es eine gute Ergänzung zu den Lernmaterialien bietet, die Du auf dieser Website erwerben kannst, welche sich primär um den Theorieteil drehen.

Den dritten Teil der Prüfung stellt schließlich der Teil zum englischen Textverständnis dar. In diesem Teil bekommst du einen englischen Text, zu welchem Dir inhaltliche Fragen in deutscher Sprache gestellt werden. Wie gut Deine Englischkenntnisse sind, kannst Du wohl selbst am besten Einschätzen. Da das Erlernen von Sprachen ein langwieriger Prozess ist, würde ich jedoch auch hier nicht zu viel Zeit in die Vorbereitung dieses Teils stecken. Mir persönlicher erscheint es am sinnvollsten, die Vorbereitung auf den englischen Teil vor allem in den Alltag zu integrieren, indem Du beispielsweise Deinen Medienkonsum konsequent auf Englisch umstellst. Es gibt zudem einige sehr interessante psychologische Vorträge und Artikel auf Englisch. Ich persönlich fand beispielsweise die Vorlesungsreihe „Personality and its transfomations“ von Dr. Jordan Peterson auf YouTube sehr interessant. Aber natürlich kannst Du selbst zu jedem Thema, das dich interessiert Ressourcen im Internet finden. Am besten suchst Du Dir ein psychologisches Thema aus, das Dich besonders interessiert, und liest Dir den ein oder andern englischen Artikel oder sogar das ein oder andere englische Buch zu dem Thema durch. Wenn Du dich etwas systematischer vorbereiten möchtest, kannst Du natürlich auch das bereits erwähnte Buch "Psychologie Aufnahmetest" von Sina Haghiri erwerben, oder gezielt Deinen psychologischen Vokabelwortschatz ausbauen. Hierfür wird man im Internet ebenfalls fündig.

Wenn Du Dich ausreichend auf den Test vorbereitest, ist es sicherlich möglich den Test zu bestehen. Jedoch solltest Du die Zeit, die es erfordert, sich auf solch einen Test vorzubereiten nicht unterschätzen. Wie lange Du Dich auf den Test vorbereiten solltest, hängt nicht zuletzt davon ab, in welcher Stadt Du Dich bewirbst. Im Jahr 2020 wurden an den Universitäten folgende Anteile der Testteilnehmer angenommen:

 

  • Wien: 16 % (Von 2.992 Teilnehmern)
  • Innsbruck: 25 % (Von 1.020 Teilnehmern)
  • Graz: 33 % (Von 683 Teilnehmern)
  • Salzburg: 31 % (Von 665 Teilnehmern)

Das heißt Deine Chance aufgenommen zu werden, wären im Jahr 2020 in Salzburg und Graz ungefähr doppelt so hoch gewesen, wie in Wien. Wenn Du dich in Wien bewirbst, sollte Deine Vorbereitungszeit daher auch dementsprechend länger sein.

 

Ich persönlich habe mich wie bereits erwähnt in Salzburg beworben. Damals habe ich ca. 4 Wochen vor der Prüfung angefangen zu lernen. Von diesem Zeitpunkt an allerdings sehr intensiv, das heißt: Jeden Tag konsequent 4 x 1,5 Stunden. Somit bin ich auf insgesamt ca. 120  - 140 Stunden gekommen, wovon ich schätzungsweise 100 Stunden in den Theorieteil, 20 Stunden in den Methodikteil und 10 Stunden in den Englischteil gesteckt habe.

Mit diesem Lernaufwand und den damaligen Bewerberzahlen, ist es mir gelungen auf Platz 101 in Salzburg zu landen. Bei den damaligen 438 Bewerbern, war das das 23. Perzentil. In Innsbruck und Graz hätte mir dieser Lernaufwand also wohl ebenfalls gereicht, um angenommen zu werden. In Wien wäre jedoch ein höherer Lernaufwand angemessen gewesen, von schätzungsweise insgesamt ca. 200 Stunden.

Diese Werte sind jedoch natürlich nur zur groben Orientierung, und es kann theoretisch auch sein, dass die Bewerberzahlen in den kommenden Jahren weiter zu- oder doch abnehmen, oder Du durch Deine Lernweise mehr oder weniger Zeit als ich benötigst.

 

In jedem Fall möchte ich Dich ermutigen: Falls es Dir wichtig ist Psychologie zu studieren, dann nimm diesen Test ernst und gib Dein Bestes. Wenn Du genug lernst, musst Du Dich später nicht fragen: „Was wäre gewesen, wenn …?“

Shopping Cart